Schweiburger Siel

Der Deichausbau ist eine Daueraufgabe, da Deiche dynamische Bauwerke sind und somit Setzungen und Sackungen unterliegen. Der I. und der II. Oldenburgische Deichband haben die Aufgabe, das Land vor Hochwasser und Sturmfluten zu schützen. Ohne einen schützenden Deich würde dies eine zweimalige, tägliche des Landes im Tidegebiet bedeuten. Der Tidehub ist der Wasserstandsunterschied zwischen Ebbe und Flut (also Niedrigwasser = Ebbe und Flut = Hochwasser). Dieser Unterschied beträgt bei uns ca. 3,50 m. Der Deich hat an der Nordsee eine Höhe von 10,00 m über NN und an der Weser eine Höhe von bis zu 8,00 m über NN. Bei Sturmfluten kann das Wasser bis zu 3,50 m über Normal und höher auflaufen (MTHW an der Küste bei ca. 2,00m NN). Dann wird es kritisch, weil die Wellen über den Deich schlagen, die Binnenberme aufweichen und zerstören und den gesamten Deich abtragen können.

Sicherheit und Qualität der verbauten Produkte sind daher unerlässlich. Meerwasserbeständigkeit ist nur eines der notwendigen Eigenschaften, welches die eingesetzten DOYMA Dichtungseinsätze C/T/NZ (drückendes Wasser, geteilt, nicht zentrisch) für dieses speziellen Bauprojekte vorweisen konnten. Die spezielle Kombination bzw. Beschaffenheit aus dem eingesetzten Edelstahl- und Gummimaterial des Dichtungseinsatzes sind ausschlaggebend für die Sicherheit der Wasserdichtigkeit der Sielanlage. Eine Garantie von 25 Jahren spiegelt die Dauerhaftigkeit der DOYMA Qualität wieder.

Das in der Hauptdeichlinie befindliche Schweiburger Siel war abgängig. Im Jahr 2006 wurde das Ersatzbauwerk „Mündungsschöpfwerk Schweiburger Siel“ als tiefgegründeter Massivbau als Schöpfwerk mit drei Pumpenläufen und einem Auslaufbauwerk errichtet. Beide Bauwerksteile wurden mit einer Druckrohrleitung der Größe DN 1000 mit neuen DOYMA Dichtungssystemen ausgestattet und die Arbeit des Sielbauwerks wurde aufgenommen.

Zudem wird künftig auch verstärkt auf globale Veränderungen reagiert werden müssen, um artenreiche Natur diese einzigartigen Gebietes rund um das Wattenmeer zu schützen.

Die Wattflächen zwischen Schweiburger Siel und Sehestedt werden von der Flut erst spät erreicht, und sind deshalb kurz vor Hochwasser bevorzugte Aufenthaltsräume für Nahrung suchende Wattvögel und Brandgänse. Im Mai und von August bis Oktober ist dieser Bereich einer der größten  Hochwasserrastplätze im Jadebusen. Wer die Zugvögel in Begleitung von Ornithologen erleben möchte, sollte sich die Zugvogeltage in den Kalender eintragen. Alljährlich veranstaltet der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer zum Spektakel des Vogelzugs im Herbst eine Themenwoche mit Exkursionen zu Fuß, per Rad, Schiff oder Bus, Workshops und Vorträgen.

Wer hier unterwegs ist, kann am Schweiburger Siel den Anblick der Vogelwelt des Wattenmeeres und der einzigartigen Küstenlandschaft genießen.

Galerie

Blick auf das Einlaufbauwerk des Schweiburger Siels Foto: copyright: NLWKN
Blick von oben auf den Schweiburger Siel und das Auslaufbauwerk Foto: copyright: NLWKN
Blick von der Binnenseite des Schweiburger Siels auf Deich und Wattenmeer Foto: copyright: NLWKN
Das Schweiburger Siel mit Deichlandschaft Foto: copyright: NLWKN

Bauherr

II. Oldenburgische Deichband, vertr. durch NLWKN Brake-Oldenburg

Ausführende Firma

Behse GmbH

Handelpartner

kein Handelspartner involviert

 

 

Einbaujahr
2019

Produktgruppe(n)

Dichtungssysteme

Produkte :

Curaflex® C/T/NZ Sonderausführung aus 1.4539/EPDM"

Alle bauseitlich vorhandenen Rohrdurchführungen gegen drückendes Wasser abdichten. Langlebige, meerwasserbeständige Abdichtung.

 

Standort

..
+